Wow, das ist die Zukunft, das ist erstaunlich!...
Die Musiker, die den Syos Workshop besuchen, sind immer wieder beeindruckt von der Technologie, die bei der Herstellung unserer Mundstücke zum Einsatz kommt. Aber wie funktioniert3D Druck arbeiten? Was sind die Vor- und Nachteile dieser Methode? Hier ist ein kleiner Rundgang durch die Welt des 3D Drucks.
Additive Fertigung
Additive Fertigung ist die offizielle Bezeichnung für 3D Druck. Im Gegensatz zur maschinellen Bearbeitung, bei der man mit einem Materialblock beginnt und so lange abbaut, bis die gewünschte Form erreicht ist, beginnt die additive Fertigung mit nichts und das Material wird nach und nach hinzugefügt und verklumpt, bis das Objekt fertig ist.
Die verschiedenen Technologien
Es gibt verschiedene additive Fertigungstechnologien, die gängigsten sind:
Modellierung durch Schmelzabscheidung:
Eine Materialspirale (genannt "Filament") wird durch eine Düse auf ihre Schmelztemperatur erhitzt und dann in sehr dünnen Schichten aufgetragen. Die Position der Düse variiert über drei Achsen (x, y, z) im Laufe der Zeit, wodurch wir das gewünschte Objekt Schicht für Schicht aufbauen können.
Selektives Laser-Sintern:
Das Objekt wird durch die Agglomeration eines Pulvers aus dem gewählten Material (Nylon, Metall) hergestellt. Eine Walze trägt eine Schicht des Pulvers auf den Fertigungsbereich auf, dann erhitzt ein Laser das Pulver, um die Körner zusammenzukleben und das Material zu verfestigen. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das gesamte Objekt fertiggestellt ist.
Stereolithographie
Das flüssige Rohmaterial wird durch UV-Strahlen, die das Harz stellenweise aushärten, Schicht für Schicht polymerisiert. Es gibt verschiedene Formen der Stereolithografie: In einigen Fällen entsteht das Objekt aus einer Schicht des Rohmaterials (siehe das Bild unten), in anderen Fällen wird das Objekt in einem Tank mit Flüssigkeit von oben nach unten aufgebaut.
Einsatz des 3D Drucks im Instrumentenbau
Der 3D Druck zur Herstellung von Musikinstrumenten hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Bei Saiten- und Schlaginstrumenten ist das Material, aus dem das Instrument besteht, entscheidend, denn es schwingt und erzeugt den Klang. Bei Blasinstrumenten hingegen hat das Material keinen Einfluss auf den Klang, sondern es kommt auf die innere Geometrie an. Mit Hilfe des 3D-Drucks können wir daher Blasinstrumente mit verschiedenen geometrischen Formen herstellen, und zwar aus neuen Materialien. Hier sind einige Beispiele für den 3D Druck im Instrumentenbau:
Der 3Dvarius
Die 3Dvarius ist eine elektrische Geige, die durch Stereolithografie (also durch Aushärten eines Polymerharzes) in 3D gedruckt wird. Sie wurde von Laurent Bernadac, Ingenieur und Jazzgeiger, entwickelt. Für ein rein elektrisches Instrument ist die Wahl des Materials weniger wichtig (im Vergleich zu einer traditionellen Geige). Das Instrument wurde in Bezug auf Komfort, Gewicht und Handhabung so optimiert, dass es den herkömmlichen elektrischen Geigen überlegen ist.
J. Wiss' Trompete
Der französische Geigenbauer Jérôme Wiss arbeitete mit Hilfe des 3D-Drucks an einer Trompete mit einer revolutionären Form, ohne die Mängel herkömmlicher Trompeten (bei denen einige Töne natürlich verstimmt sind). Der 3D-Druck wurde zur Herstellung und Prüfung von Prototypen verwendet, die endgültige Form wurde aus Metall gefertigt.
Syos-Mundstücke
Ein einzigartiges Mundstück für jeden Musiker, der Traum eines jeden Saxophonisten - Syos hat ihn wahr gemacht! Die Mundstücke von Syos werden im Fused Deposition Modeling-Verfahren hergestellt. Die Geometrie des Mundstücks (die Kammerrückwand,die Kammer,die Öffnung der BahnöffnungDie Länge der Bahn...) werden nach den Vorgaben des jeweiligen Musikers bestimmt. Dank 3D Druck ist es möglich, einzigartige Stücke mit unterschiedlichen Geometrien für jeden Musiker herzustellen (Gießen und maschinelle Bearbeitung kosten weniger pro Stück, erlauben aber nur große Serien von identischen Stücken).
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Mit dem 3D Druck ist es auch möglich, Geometrien herzustellen, die sonst nicht möglich wären: zum Beispiel die Deflektoren, die auf bestimmten Kammerrückwänden verwendet werden, um Turbulenzen im Luftstrom zu erzeugen. Nicht zuletzt ist es auch eine Möglichkeit, kreative Zusatzfunktionen zu entwerfen, die auf die Außenseite der Mundstücke gedruckt werden (Gravuren, Signatures ...).
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Vorteile und Nachteile
Abschließend finden Sie hier eine Tabelle, die die Vor- und Nachteile der 3D Druck-Technologie für Saxophon Mundstücke zusammenfasst:
| Vorteile | Benachteiligungen |
| - Macht maßangefertigte Stücke möglich - Ermöglicht die Erstellung neuer Geometrien - Sehr genaue Kontrolle der Geometrie (1/100-mm-Präzision) - Umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten |
- Lang (zwischen 5 und 10 Stunden für ein Mundstück) - Teurer als Standardtechniken - Begrenzte Auswahl an Materialien und Technologien (zur Erfüllung der Anforderungen an Ungiftigkeit, Farbe, Festigkeit...) - Erfordert fundiertes Fachwissen |












