Die Erfindung des Saxophons markierte einen bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Instrumentenbaus. Anfang der 1840er Jahre machte sich der belgische Instrumentenbauer und Musiker Adolphe Sax daran, ein Instrument zu entwickeln, das Blech- und Holzblasinstrumente miteinander verbindet, indem es die Beweglichkeit und Projektionskraft der Blechblasinstrumente mit der Ausdruckskraft und Flexibilität der Holzblasinstrumente vereint. Aus dieser Arbeit entstand das Saxophon, ein vielseitiges und ausdrucksstarkes Instrument, das die Musik nachhaltig prägen sollte.
Adolphe Sax' innovative Vision führte zur Entstehung der Saxophonfamilie mit unterschiedlichen Größen und Tonlagen. Durch sorgfältiges Experimentieren und handwerkliches Können gelang es Sax, seine Vision zu verwirklichen.
Das allererste Saxophon, das Adolphe Sax baute, war ein Baritonsaxophon in F. Es wurde um 1843 fertiggestellt und legte mit seinem tiefen, voluminösen Klang den Grundstein der Saxophonfamilie. Es wurde zum Ausgangspunkt einer weiteren Verfeinerung, aus der schließlich das Sopran-, Alt-, Tenor- und Baritonsaxophon hervorgingen, wie man sie heute kennt.
In diesem Artikel stellen wir die 4 gängigsten Saxophone vor und beschreiben, was sie anhand von 6 Kategorien unterscheidet: Bauform und Aufbau, Tonumfang, Klang und Timbre, Spieltechnik und musikalische Einsatzbereiche sowie Songbeispiele, in denen man das jeweilige Saxophon hören kann.
Die 4 beliebtesten Saxophone:
Das Sopransaxophon

Foto: Dayna Stephens, Sopransaxophon
Das Sopransaxophon verleiht mit seinem unverwechselbaren Klang und seinen hohen Anforderungen jedem Ensemble eine einzigartige Stimme. Seine schwebenden Melodien und sein helles Timbre machen es zu einem faszinierenden Instrument, das Spieler wie Zuhörer gleichermaßen inspiriert.
Bauform und Aufbau:
Das Sopransaxophon gibt es in zwei verschiedenen Formen: gebogen wie die anderen Saxophone, oder gerade mit geradem oder gebogenem S-Bogen. Das Instrument ist meist in B gestimmt (B♭), das heißt, wenn die Saxophonistin oder der Saxophonist ein notiertes C spielt, erklingt tatsächlich ein B.
Tonumfang:
Das Sopransaxophon ist das höchste der 4 gängigen Saxophone. Sein Tonumfang reicht am Klavier etwa von As3 bis E6, wobei fortgeschrittene Spieler ihn in beide Richtungen noch erweitern können.
Klang und Timbre:
Das Sopransaxophon ist meist für seinen sehr hellen Klang bekannt. Je nach verwendetem Mundstück lässt sich mit ihm aber durchaus auch ein dunklerer Klang erzielen. Ein gutes Beispiel für einen dunklen Sopranklang ist Dayna Stephens mit seiner extra großen Kammer.
Spieltechnik:
Das Spielen des Sopransaxophons erfordert eine etwas andere Technik als bei den übrigen Saxophonen. Die geringe Größe und die hohe Tonlage machen es schwieriger, die Intonation zu kontrollieren und einen vollen Klang zu erzeugen. Sopransaxophonisten müssen eine präzise Ansatzkontrolle entwickeln und ein gutes Gehör für die Tonhöhe haben. Es braucht Zeit und Übung, um die Eigenheiten des Sopransaxophons zu meistern.
Musikalische Einsatzbereiche:
Das Sopransaxophon findet sich in ganz unterschiedlichen musikalischen Genres. Es wird häufig mit dem Jazz assoziiert, wo es von Musikern wie Sidney Bechet, John Coltrane, Wayne Shorter und Steve Lacy prominent eingesetzt wurde. Ebenso kommt es in der klassischen Musik, in Kammerensembles und sogar in manchen zeitgenössischen und experimentellen Kontexten zum Einsatz.
Bekannte Songs, in denen man das Sopransaxophon hören kann:
Pop und Smooth Jazz: Forever in love (Kenny G)
Klassik: Where the bee dances (Michael Nymann)
Jazz: Born to be blue (James Carter)
Pop/Rock: Englishman in New York (Sting, mit einem großartigen Sopran-Solo von Branford Marsalis)
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Das Altsaxophon

Foto: Godwin Louis, Altsaxophon
Die Vielseitigkeit des Altsaxophons, sein ausdrucksstarker Klang und seine Zugänglichkeit haben es in den unterschiedlichsten musikalischen Zusammenhängen zu einem beliebten Instrument gemacht. Seine Fähigkeit, sowohl melodische Süße als auch energiegeladenen Glanz zu vermitteln, trägt zu seiner großen Beliebtheit bei Musikern jedes Niveaus bei.
Bauform und Aufbau:
Das Altsaxophon hat einen gebogenen Korpus und einen gebogenen S-Bogen. Das Instrument ist in der Regel in Es gestimmt (E♭), das heißt, wenn eine Musikerin oder ein Musiker ein notiertes C spielt, erklingt tatsächlich ein Es.
Tonumfang:
Das Altsaxophon liegt im mittleren Tonbereich der Saxophonfamilie. Sein Tonumfang reicht am Klavier etwa vom tiefen Des3 bis zum hohen A5, wobei geübte Spieler ihn noch weiter ausdehnen können. Seine Tonlage macht es zu einem vielseitigen Instrument, das sich für eine breite Palette musikalischer Stile eignet.
Klang und Timbre:
Je nach verwendetem Mundstück kann das Altsaxophon ganz unterschiedliche Klangfarben annehmen. Ein dunkler Klang entsteht in der Regel mit einer niedrigen, gebogenen oder geraden Kammerrückwand und einer großen Kammer. Genau das spielt Sarah Dunbar im klassischen Kontext. Video von Sarah Dunbar ansehen
Für einen hellen Klang eignet sich eher ein Mundstück mit hoher Kammerrückwand und einer mittleren oder kleinen Kammer. Genau diesen Mundstücktyp haben wir für Karsten Belt entwickelt. Sehen Sie sein Solo in diesem Stück.
Spieltechnik:
Das Altsaxophon ist für seine zugängliche und angenehme Spielbarkeit bekannt. Dank seiner handlichen Größe und der ergonomischen Klappenanordnung ist es eine beliebte Wahl für Anfänger. Die Intonation lässt sich im Vergleich zum kleineren Sopransaxophon relativ leichter kontrollieren.
Außerdem ist das Altsaxophon dafür bekannt, schnelle melodische Linien und technische Passagen mit Leichtigkeit zu bewältigen. In den meisten Fällen sind seine Klappen gut positioniert und für die menschliche Hand proportioniert, sodass Saxophonisten sich mühelos auf dem Instrument bewegen und virtuose Phrasen präzise ausführen können.
Musikalische Einsatzbereiche:
Das Altsaxophon ist ein vielseitiges Instrument, das in zahlreichen musikalischen Genres eingesetzt wird. Besonders präsent ist es im Jazz, wo es seit den Anfängen des Genres eine feste Größe ist. Renommierte Saxophonisten wie Charlie Parker, Cannonball Adderley und Phil Woods haben zu seiner zentralen Rolle im Jazz beigetragen. Darüber hinaus kommt das Altsaxophon auch in der klassischen Musik, in Blasorchestern, Marschkapellen sowie in Pop, Rock und R&B zum Einsatz. Es ist zudem das in der klassischen Musik am häufigsten verwendete Saxophon.
Bekannte Songs, in denen man das Altsaxophon hören kann:
Klassik: Rhapsody for alto saxophone (Claude Debussy)
Elektronische Musik: No man no cry (Jimmy Sax)
Jazz: Take Five (Paul Desmond & das Dave Brubeck Quartet)
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Das Tenorsaxophon

Foto: Tivon Pennicott, Tenorsaxophon
Der reiche, ausdrucksstarke Klang des Tenorsaxophons und seine Fähigkeit, das seelenvolle Wesen des Jazz einzufangen, haben es für unzählige Musiker zu einem geliebten Instrument gemacht. Seine Vielseitigkeit und seine Ausdruckskraft haben ihm einen festen Platz in einer Vielzahl musikalischer Genres gesichert und machen es zu einem echten Kraftpaket der Saxophonfamilie.
Bauform und Aufbau:
Das Tenorsaxophon ist größer als das Altsaxophon und hat einen gebogenen Korpus sowie einen gebogenen, wellenförmigen S-Bogen, der sich von dem der anderen Saxophone unterscheidet. Das Tenorsaxophon ist wie das Sopransaxophon in B gestimmt (B♭).
Tonumfang:
Das Tenorsaxophon liegt tiefer als das Altsaxophon. Sein Tonumfang reicht am Klavier etwa vom tiefen As2 bis zum hohen E5, wobei fortgeschrittene Spieler ihn oft noch weiter ausdehnen. Das entspricht etwa zweieinhalb Oktaven, genauer gesagt 32 theoretischen Tönen, wobei hohe Töne auf dem Tenor leichter zu erreichen sind, sodass viele Jazzmusiker (wie auch viele klassische Musiker) eine Oktave über das normale Register hinaus spielen können.
Klang und Timbre:
Das Tenorsaxophon bietet je nach Musiker und verwendetem Mundstück eine breite Palette an Klangfarben. Sein Timbre kann sehr warm und dunkel sein, wie bei Stan Getz oder Tivon Pennicott, oder im Gegenteil scharf und hell, wie bei Michael Brecker oder Scott Page.
Spieltechnik:
Seine größere Bauform im Vergleich zum Altsaxophon kann für Spieler mit kleineren Händen eine gewisse Eingewöhnung erfordern, doch mit Übung wird das Bewegen auf den Klappen und die Erzeugung eines voluminösen Klangs angenehm. Das Tenorsaxophon bietet ein gutes Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Flexibilität.
Musikalische Einsatzbereiche:
Der Klang des Tenorsaxophons wird häufig mit dem klassischen Jazzklang assoziiert, wo es sowohl als Soloinstrument als auch innerhalb von Ensembles eine wichtige Rolle spielt und von bedeutenden Saxophonisten wie John Coltrane, Sonny Rollins und Stan Getz bevorzugt wurde. Es kommt außerdem in anderen Genres wie Rock, Pop, R&B und Funk zum Einsatz. In der klassischen Musik wird das Tenorsaxophon gelegentlich in Orchesterwerken und Kammermusik eingesetzt. Sein vielseitiger Klang macht es zu einer beliebten Wahl unter Saxophonisten in den unterschiedlichsten musikalischen Kontexten.
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Das Baritonsaxophon

Foto: Daro Behroozi, Baritonsaxophon
Die imposante Präsenz des Baritonsaxophons, seine tiefe Resonanz und seine Fähigkeit, das Bassfundament zu halten, machen es zu einem festen Bestandteil vieler musikalischer Ensembles. Sein einzigartiger Klang und seine kraftvolle Projektion verleihen dem Gesamtklang Fülle und Tiefe und lassen es sowohl solo als auch im Ensemble glänzen.
Bauform und Aufbau:
Das Baritonsaxophon ist ein imposantes Instrument, das zusammengesetzt oft über einen Meter hoch ist. Es hat einen gebogenen Korpus, einen gebogenen S-Bogen und einen großen, ausgestellten Schallbecher. Das Instrument wiegt etwa 5 bis 6 Kilogramm. Das Baritonsaxophon ist wie das Altsaxophon in der Regel in Es gestimmt (E♭). Es unterscheidet sich von den anderen Saxophonen durch eine Schleife am Schallbecher, die es ermöglicht, eine überschaubare Größe beizubehalten. Eine weitere Besonderheit ist die Grifftechnik mit einer zusätzlichen Klappe für das tiefe A, das dem tiefen C des Cellos entspricht (die anderen Instrumente reichen nur bis zum B♭ hinunter).
Tonumfang:
Das Baritonsaxophon ist das tiefste der vier gängigen Saxophone. Sein Tonumfang reicht vom tiefen Des2 bis zum hohen As4 am Klavier, wobei einige fortgeschrittene Spieler ihn noch weiter ausdehnen können.
Klang und Timbre:
Das Baritonsaxophon hat einen tiefen, kraftvollen und reichen Klang. Es besitzt eine starke Präsenz und kann in Ensembles eine solide Basslinie liefern. Wie bei den anderen Saxophonen der Familie reicht der Klang des Baritonsaxophons von sehr dunkel und samtig (man höre zum Beispiel Cecil Payne) bis sehr hell und kraftvoll (Leo P oder Scott Paddock).
Spieltechnik:
Das Spielen des Baritonsaxophons erfordert aufgrund seiner Größe und seines Gewichts körperliche Kraft. Es verlangt eine kräftige Atemstütze und eine gute Ansatzkontrolle, um einen vollen, voluminösen Klang zu erzeugen. Die Griffweise des Baritonsaxophons ähnelt der anderer Saxophone, doch die größere Bauform des Instruments kann eine Anpassung der Fingerposition erfordern. Eine solide Technik und Kontrolle über das Instrument zu entwickeln, braucht Zeit und Übung.
Musikalische Einsatzbereiche:
Das Baritonsaxophon wird vor allem im Jazz, im Big Band und in der Funkmusik eingesetzt. Es ist häufig Teil der Saxophongruppe und liefert dort eine tiefe, treibende Basslinie oder Harmonien. Außerdem kommt es in anderen musikalischen Genres zum Einsatz, darunter die klassische Musik, wo es gelegentlich in Orchesterwerken und Kammerensembles zu hören ist. Sein einzigartiger Klang verleiht jedem Ensemble, dem es angehört, Tiefe und Fülle.
Bekannte Songs, in denen man das Baritonsaxophon hören kann:
Brass Band: Funky Town / I Feel Good (Lucky Chops)
Jazz: Moanin' (Charles Mingus)
Pop Rock: Buena (Morphine)
Film: Call me Manny (Too Many Zooz, Babylon)
Welches Saxophon sollten Sie wählen?
Die Antwort hängt von vier Dingen ab: Ihrer körperlichen Statur, Ihren musikalischen Zielen, Ihrem Budget und der Frage, ob Sie vor Ort einen Lehrer für dieses Instrument finden. Ein allgemeingültig „bestes" Saxophon gibt es nicht, aber es gibt eines, das gerade jetzt das beste für Sie ist. So finden Sie es unter allen Saxophontypen.
Wählen Sie das Altsaxophon, wenn…
Das Alt ist die Standardempfehlung für die meisten Spieler, und das aus gutem Grund.
- Sie sind absoluter Anfänger, unabhängig vom Alter
- Sie sind jünger oder eher klein und leicht gebaut: Das Alt wiegt etwa 4 bis 5 lb und liegt bei den meisten Körperbauten angenehm
- Sie wünschen sich die größte Auswahl an Lehrern und Lernmaterial: Das Alt ist weltweit das am häufigsten unterrichtete Saxophon
- Ihr Budget ist im mittleren Bereich (rechnen Sie mit etwa 2.200 bis 3.000 $ für ein gutes Schülermodell)
- Sie interessieren sich für klassische Musik, Schulorchester oder Pop
Beim Alt lässt sich die Intonation auch am leichtesten kontrollieren, was im ersten Spieljahr enorm wichtig ist. Wenn Sie sich wirklich nicht sicher sind, welches Saxophon Sie wählen sollen, fangen Sie hier an.
Wählen Sie das Tenorsaxophon, wenn…
Das Tenor ist die Stimme des Jazz- und Rocksaxophons: warm, voll, sofort wiedererkennbar.
- Sie sind erwachsen oder jugendlich und eher kräftig gebaut: Das Tenor wiegt etwa 6 bis 8 lb und verlangt mehr Atemvolumen
- Sie interessieren sich besonders für Jazz, Blues, R&B oder Rock und suchen diesen charakteristischen warmen, luftigen Klang
- Sie spielen bereits Alt und möchten Ihr Klangspektrum erweitern
- Sie können ein etwas höheres Budget einplanen: Tenor-Schülermodelle beginnen in der Regel bei etwa 2.700 bis 3.600 $
Das Tenor ist für Anfänger zugänglich, stellt für jüngere oder kleinere Spieler aber ein anspruchsvolleres erstes Instrument als das Alt dar. Wenn es der Klang ist, der Sie anzieht, lohnt es sich, auf diese Anziehung zu hören.
Wählen Sie das Sopransaxophon, wenn…
Das Sopran ist gleichermaßen schön und anspruchsvoll.
- Sie spielen bereits Alt oder Tenor und möchten Ihrem Repertoire eine zweite Stimme hinzufügen
- Sie beherrschen eine präzise Atemkontrolle: Das Sopran verzeiht keine Intonationsfehler
- Sie interessieren sich für Jazz, Bossa Nova, Weltmusik oder Klassik
- Der gerade oder gebogene Korpus stört Sie nicht (beide Versionen gibt es; der gebogene lässt sich für kleinere Spieler etwas leichter halten)
Fangen Sie nicht mit dem Sopran an. Das sagt so gut wie jeder erfahrene Lehrer. Kommen Sie darauf zurück, sobald Sie sich auf Alt oder Tenor solide Grundlagen erarbeitet haben: Es wird sich weit mehr lohnen.
Wählen Sie das Baritonsaxophon, wenn…
Das Bariton ist ein Spezialinstrument, und das weiß es auch.
- Sie spielen in einem Jazzensemble, einer Big Band oder einem Saxophonquartett, wo diese tiefe Ankerstimme gebraucht wird
- Sie sind körperlich kräftig genug, um 11 bis 13 lb Instrument zu tragen, oft an einem Nackengurt oder Harness
- Sie verfügen über ein großes Lungenvolumen: Das Bari verlangt deutlich mehr Atemluft als jedes andere gängige Saxophon
- Ihr Budget lässt es zu: Hochwertige Baritonsaxophone kosten in der Regel zwischen 3.000 und über 6.000 $
Das Baritonsaxophon ist selten ein erstes Instrument. Es ist eine bewusste, engagierte Entscheidung, und wer es liebt, liebt es meist wirklich.
Welches Saxophon passt zu Ihrem Musikstil?
Sobald Sie Ihr Genre kennen, ergibt sich die Wahl oft von selbst.
- Jazz: Tenor oder Alt, beide sind zentral für die Tradition. Sopran für eine Klangfarbe im Stil von Miles Davis oder Wayne Shorter. Bariton für ein Terrain à la Gerry Mulligan.
- Klassik: Das Alt ist die orchestrale und kammermusikalische Standardstimme. Sopran und Bariton erscheinen in spezialisiertem Repertoire.
- Pop / Rock / Funk: Das Tenor für diesen prägnanten, soulvollen Leadsound. Auch das Alt funktioniert wunderbar, man denke an die hellen, prägnanten Linien in Pop-Arrangements.
- Anfänger / Schulorchester: Fast ausnahmslos das Alt. Die meisten Schulprogramme sind darauf ausgerichtet, und die Verfügbarkeit von Lehrern spiegelt das wider.
- Weltmusik / Bossa Nova: Hier glänzt das Sopran besonders, wobei das Alt weiterhin ein durchaus gültiger Einstieg ist.
Saxophonwahl nach Budget und Praxistauglichkeit
Diese Tabelle stellt die vier wichtigsten Saxophontypen anhand der Kriterien gegenüber, die Ihre Entscheidung im Alltag tatsächlich beeinflussen.
| Saxophon | Empfohlenes Niveau | Musikstile | Gewicht (ca.) | Relativer Preis |
|---|---|---|---|---|
| Alt | Anfänger → Fortgeschritten | Klassik, Pop, Jazz, Schulorchester | ~4 bis 5 lb | $$ |
| Tenor | Anfänger (Erwachsene) → Fortgeschritten | Jazz, Rock, Blues, R&B | ~6 bis 8 lb | $$$ |
| Sopran | Mittelstufe → Fortgeschritten | Jazz, Klassik, Weltmusik | ~2 bis 3 lb | $$ |
| Bariton | Mittelstufe → Fortgeschritten | Jazz, Big Band, Ensemble | ~11 bis 13 lb | $$$$ |
Die Verfügbarkeit von Lehrern lohnt sich zu berücksichtigen: Alt- und Tenorlehrer findet man fast überall leicht. Spezialisten für Sopran und Bariton sind seltener, was Ihren Fortschritt vor allem am Anfang bremsen kann.
Haben Sie sich für ein Saxophon entschieden, ist die nächste Variable, die Ihren Klang fast mehr als alles andere prägt, das Mundstück. Die Geometrie des Mundstücks (seine Kammer, seine Bahnöffnung und seine Kammerrückwand) bestimmt, wie frei Sie spielen, wie viel Widerstand Sie spüren und letztlich, wie Ihre Stimme durch das Instrument klingt. Es lohnt sich, dafür genauso viel Zeit aufzuwenden wie für die Wahl des Instruments selbst.
Zusammengefasst
Ein schneller Vergleich aller vier, von der Stimmung über den Tonumfang bis zu je einem dunklen und einem hellen Klangbeispiel:
|
Typ |
Stimmung |
Tonumfang |
Dunkle Klangbeispiele |
Helle Klangbeispiele |
|
Sopran |
B |
As3 tief bis E6 hoch |
Steve Lacy / Emile Parisien |
Sidney Bechet / Kenny G |
|
Alt |
Es |
Des3 tief bis A5 hoch |
Paul Desmond / Art Pepper |
David Sanborn / Maceo Parker |
|
Tenor |
B |
As2 tief bis E5 hoch |
Ben Webster / Stan Getz |
Coleman Hawkins / Michael Brecker |
|
Bariton |
Es |
Des2 tief bis As4 hoch |
Cecil Payne / Gerry Mulligan |
LeoP / Pepper Adams |



























