Ich kehrte zurück in die Hallen des IRCAM, des französischen Forschungszentrums für Musik und Klang. Hier haben Maxime und ich unsere Doktorarbeiten abgeschlossen, und die Aufregung bei dem Gedanken, wieder in dieses faszinierende Universum einzutauchen und unsere Leidenschaft mit unserem Team zu teilen, war unübersehbar.
Unter der Leitung von René Caussé, meinem ehemaligen Doktorvater und einer Schlüsselfigur bei IRCAM, begaben wir uns auf eine Odyssee durch die verschiedenen Teams und ihre Projekte.

Erster Halt: das Team Akustische und kognitive Räume. Thibaut Carpentier stellte uns das System zur Verräumlichung von Klang vor. Stellen Sie sich vor, Sie werden von allen Seiten von Musik umhüllt, als wären Sie im Herzen eines Orchesters, Geigen streicheln Ihre Ohren, Bässe vibrieren durch Ihren Körper. Eine wahrhaft immersive Reise!
Nächster Punkt: das Team von Perception and Sound Design. Patrick Susini, Olivier Houix und Emmanuel Ponsot öffneten die Türen zu ihrer Welt. Das Highlight? Das Klanglexikon, ein unschätzbares Werkzeug, um die verschiedenen Komponenten des Klangs besser zu beschreiben und zu verstehen. Keine Verwirrung mehr zwischen "dunkel" und "hell", "rund" und "warm"! Dank konkreter Klangbeispiele wird alles kristallklar. Haben Sie Schwierigkeiten, den Unterschied zwischen einem "nasalen" und einem "nicht-nasalen" Klang zu verstehen? Das Lexikon hilft Ihnen dabei!
Auch die Zusammenarbeit mit dem Champagner Krug hat uns sprachlos gemacht. Sie haben im Showroom der Marke erfolgreich 10 Klangräume geschaffen, die jeweils eine der 10 Champagnerregionen repräsentieren. Das Ergebnis? Erstaunlich! Die Fachjournalisten waren in der Lage, die verschiedenen Regionen allein anhand des Klangs zu identifizieren - eine wahre Meisterleistung!
Das Team arbeitet auch an einem faszinierenden Projekt: einer haptischen Weste, mit der man Musik durch Körperschwingungen spüren kann. Stellen Sie sich vor, Sie könnten zur Musik "tanzen" und jede Note in Ihren Muskeln und Knochen spüren. Eine ganz neue Dimension des Musikerlebnisses!
Zurück zu meinen Wurzeln: das Team Klangsysteme und Signale: Audio/Akustik, Instrumente. Es war eine wunderbare Gelegenheit, meine ehemaligen Kollegen Thomas Hélie und Charles Picasso wiederzutreffen. Sie stellten uns ein sehr amüsantes Projekt vor - einen aktiven Dämpfer, der es einer Posaune ermöglicht, Vokale auszusprechen! Beeindruckt waren wir auch von The Snail, einer Software zur Frequenzanalyse, die in der Lage ist, die Noten, aus denen ein beliebiger Akkord besteht, in Echtzeit zu visualisieren. Ein unschätzbares Werkzeug für Musiker und Komponisten!
Der Besuch endete mit zwei einzigartigen Erlebnissen. Die schalltote Kammer, ein Raum, in dem der Klang vollständig absorbiert wird, versetzte uns in eine fast beunruhigende Stille, ähnlich wie in einer interstellaren Leere. Eine Stille, die uns die Kraft und Komplexität des Klangs bewusst machte.

Der Projektionsraum, ein Konzertsaal mit variabler Akustik, versetzte uns dann in ein immersives und modulares Klanguniversum. Die Kammerrückwände bewegen sich, um das Volumen des Raums zu verändern, und die Wände bestehen aus Diedern, die sich drehen, um die Akustik mit ihren drei verschiedenen Oberflächen (absorbierend, reflektierend oder diffundierend) zu verändern. Ein wahrhaft einzigartiger Raum, der auf der Welt seinesgleichen sucht!
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Tag bei IRCAM eine wahre klangliche Odyssee war, die von Nostalgie und Inspiration geprägt war. Es war eine Gelegenheit, uns wieder mit unseren Wurzeln zu verbinden, unsere Leidenschaft mit unserem Team zu teilen und faszinierende neue Technologien zu entdecken. Vielen Dank an IRCAM für den herzlichen Empfang und die Öffnung der Türen seines sich ständig weiterentwickelnden Universums für uns.
Weitere Informationen:
- Die IRCAM-Website:https://www.IRCAM.fr/
- Das Klang-Lexikon:https://speak.IRCAM.fr/lexique/lexique-IRCAM/
- Die Schnecken-Software:https://forum.IRCAM.fr/projects/detail/the-snail/


























