Wir alle kennen die Klarinette. Die meisten von uns hörten ihren Klang zum ersten Mal beim Hören vonPeter und der Wolfin dem es der Katze seine Stimme leiht. Das Instrument ist in vielen klassischen Kompositionen zu hören (man denke anMozart'sKlarinettenkonzert in A-Dur, KV 622), und sogar im New Orleans Jazz, gespielt vonBenny Goodman (Sing, Sing, Sing) und andere große Musiker. Aber woher kommt sie? Wie wurde sie zu einem der beliebtesten Instrumente in der Musikgeschichte? In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die Klarinette und ihre Geschichte wissen müssen.
Der Vorfahre der Klarinette
Die Klarinette hat sich aus dem Chalumeau entwickelt, einer Bezeichnung für ein Holzblasinstrument, das im Mittelalter mit einzelnen oder doppelten Blättern ausgestattet war (das Chalumeau ist auch der Vorläufer der Oboe). Dieses Instrument wurde bis ins 18. Jahrhundert hinein in vielen Musikwerken verwendet. Die Klarinettisten unter unseren Lesern werden wissen, dass das tiefe Register der Klarinette Chalumeau genannt wird!
Die Klarinette wurde im 17. Jahrhundert vonJohann Christoph Dennerein deutscher Instrumentenbauer aus Nürnberg. Im Jahr 1690 stellte er nach vielen Jahren harter Arbeit ein neues Instrument vor. Indem er dem Chalumeau eine Birne und zwei Klappen hinzufügte, ermöglichte er den Musikern, in verschiedenen Registern zu spielen. Mit der einen Klappe kann der Spieler eine Quinte höher gehen und so vom Register des Chalumeaus in das des Klarinettenklaviers wechseln, während die andere Klappe dem Musiker erlaubt, noch höher in das Klarinettenregister zu gehen.
So wurde die Klarinette geboren. Die Öffnung des Mundstücks war nach vorne gerichtet, im Gegensatz zu heute, und sie hatte nur acht Löcher und zwei Klappen, was im Vergleich zu den zwanzig Klappen, zusätzlich zu den Ringen, die man auf einer modernen Klarinette findet, nicht sehr viel ist.
Wie sind wir hierher gekommen?
Nach ihrer Erfindung wurde die Klarinette, die nicht zum Spielen der gesamten chromatischen Tonleiter geeignet war (es fehlten A und B), von vielen Instrumentenbauern und Musikern verändert und verbessert. Andere Modifikationen, wie z. B. die Einführung eines nach hinten gerichteten Mundstücks, wie sie vonHeinrich Bärmann im Jahr 1810, verhalf den Spielern ebenfalls zu einem gleichmäßigeren und angenehmeren Klang.
Im Jahr 1812,Ywan Müller dreizehn Schlüssel hinzugefügt zuDennerKlarinette, die es den Musikern ermöglichte, die gesamte chromatische Tonleiter zu spielen. Dann, in den 1840er Jahren,Louis-Auguste Buffetdank seiner Zusammenarbeit mitHyacinthe Klosé, wandte dieBöhm Ring-System für die Flöte zur Klarinette, das auch heute noch von den meisten Instrumentenherstellern verwendet wird (außer in Deutschland, wo man dasOehler System. Es gibt auch andere Systeme, wie dasAlbert System, obwohl sie sehr selten sind). DieBöhm Die Klarinette besteht in der Regel aus 17 Klappen, aber diese Zahl kann je nach Hersteller und Klarinettentyp variieren; denn es gibt eine ganze Klarinettenfamilie, nicht nur eine!
Es gibt viele verschiedene Klarinetten
Das Wort Klarinette bezieht sich auf eine ganze Familie von transponierenden Instrumenten, die von hohen bis zu tiefen Registern reichen. Sie unterscheiden sich nicht nur im Ton, sondern auch in der Größe. Die kleinste Klarinette, die Piccolo-Klarinette (oder As-Klarinette), ist nicht länger als 9", während die größte, die Kontrabassklarinette, 7'5" lang ist! Zwischen diesen beiden Extremen gibt es neun weitere Klarinetten, aber die am häufigsten verwendete von ihnen, die wir mit dem Wort "Klarinette" in Verbindung bringen, ist die B-Klarinette (B-Klarinette).
Alle diese Klarinetten sind in verschiedenen Kompositionen zu hören; in einem klassischen Orchester kann man eine B-Klarinette und eine Bassklarinette nebeneinander sehen, wie hier inFranz Liszt'sDante-Sinfonie:
Warum mögen wir den Klang der Klarinette?
Der Klang der Klarinette, insbesondere der der B-Klarinette, ist leicht zu erkennen. Ihre Klangfarbe erinnert an etwas Einzigartiges, auch wenn jeder sie sich auf seine Weise aneignet.Hector Berlioz schrieb, dass "die Klarinette ist, obwohl sie sich für den Ausdruck der poetischsten Ideen und Gefühle eignet, in Wirklichkeit ein episches Instrument - die Stimme der heroischen Liebe."Mozart mochte es auch sehr. In einem Brief an seinen Vater schrieb ein jungerWolfgang Amadeus schrieb: "[...]Vater, du kannst dir nicht vorstellen, wie schön der Klang der Klarinette ist! [...] Wenn wir doch auch Klarinetten hätten!"
Aber was macht ihren Klang so beliebt? Der Klang der B-Klarinette ist sehr vielseitig. Im Chalumeau-Register ist ihr Klang sehr warm und holzig, während ihr Holz im Altissimo-Register heller und präziser ist. Die Bassklarinette hingegen hat einen sehr lebendigen und weichen Klang, der allerdings auch sehr dunkel sein kann. Darin liegt das Interesse der Klarinette: Sie ermöglicht es Musikern und Komponisten, viele verschiedene Gefühle auszudrücken und dem Publikum die Möglichkeit zu geben, sich verschiedene Szenen vorzustellen. Und da sie sich mit der klassischen Musik entwickelt hat, erklärt sich, warum sie in so vielen Kompositionen dieses Genres vorkommt. Das Erbe der Klarinette ist groß und hat viele Werke inspiriert oder zumindest mitgestaltet.
Diese Eigenschaften erklären wahrscheinlich, warum die Klarinette in so vielen verschiedenen Musikgenres verwendet wird. Man findet sie in der klassischen Musik, aber auch im Jazz und in vielen folkloristischen Stilen. Sogar in der Pop- und Rockmusik ist sie zu finden.
Man kann also sagen, dass die Klarinette, die bereits in einer Vielzahl von Genres eingesetzt wird, auch in den kommenden Jahren noch Verwendung finden wird. Unabhängig von der Art der Klarinette, ob Bass- oder B-Klarinette, werden talentierte Spieler wieYoann Boucher,Shabaka Hutchings oderArrington de Dionyso bringen es immer noch zum Klingen, erweitern sein ohnehin schon großes Repertoire und ermöglichen es neuen Generationen von Spielern, es zu entdecken und für sich zu nutzen.












